{"id":2326,"date":"2014-04-07T15:09:39","date_gmt":"2014-04-07T14:09:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.beautynella.de\/?p=2326"},"modified":"2015-10-13T19:34:20","modified_gmt":"2015-10-13T18:34:20","slug":"die-wahrheit-ueber-abercrombie-fitch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.beautynella.de\/lifestyle\/die-wahrheit-ueber-abercrombie-fitch\/","title":{"rendered":"\u201eDie Wahrheit \u00fcber Abercrombie & Fitch\u201d"},"content":{"rendered":"

Zu Beginn der Woche und passend zum meiner mont\u00e4glichen Muffel-Mentalit\u00e4t, m\u00f6chte ich \u00fcber einen Trend schreiben, der mir bereits vor geraumer Zeit aufgefallen ist, welchen ich jedoch nie vollends verstanden habe. Es geht um das Ph\u00e4nomen Abercrombie & Fitch.<\/p>\n

Das US-Modeunternehmen, wozu auch das Trendlabel Hollister geh\u00f6rt, besteht bereits seit mehr als 100 Jahren. Abercrombie war urspr\u00fcnglich ein gehobenes Gesch\u00e4ft f\u00fcr Sportbekleidung. Sp\u00e4ter wurde Abercrombie & Fitch ein auf Jagdbekleidung spezialisiertes Versandgesch\u00e4ft. Nachdem das Gesch\u00e4ft 1988 verkauft wurde, kamen vor allem Jugendliche als neue Zielgruppe hinzu.<\/p>\n

Doch was ist nun so besonders an den Shirts, Hosen und Hemden mit dem kleinen Elch als Markensymbol? Schlie\u00dflich kommen die tausenden von Filialen, die beinahe auf der ganzen Welt verteilt sind, ja nicht von ungef\u00e4hr. Grund f\u00fcr den Hype um die Marke ist vor allem Abercrombies Werbeimage. Gro\u00dfe Plakate mit makellosen Models und Anzeigen in Hochglanzmagazinen vermitteln ein junges Lebensgef\u00fchl, Coolness und ein gehobenen Standard. Die Preise sind dementsprechend hoch.<\/p>\n

Trotz der hohen Preise und ihres edlen Images, ist Abercrombie & Fitch nur eine von vielen Handelsketten, die ihre Kleidung zu Spottpreisen in Entwicklungsl\u00e4ndern herstellen lassen. Bekannterma\u00dfen befinden sich die Textilfabriken in Bangladesch und Co. in absolut unzumutbaren Zust\u00e4nden. Arbeiter m\u00fcssen Kleidung im Akkord herstellen und mit l\u00e4cherlichen L\u00f6hnen nach Hause gehen, trotz des „Code of Conducts“ wohlbemerkt.<\/p>\n

Dazu kommt, dass vor allem in F\u00e4rbereien mit z.T. \u00e4tzenden, giftigen und sogar krebserregenden Chemikalien, wie z.B. Benzidin, gearbeitet wird – ohne Handschuhe und Schutzkleidung versteht sich. Bei Umweltkontrollen sind die A&F F\u00e4rbereien deswegen sogar durchgefallen. Zudem verseuchen die Chemikalien aus der Textilindustrie das Grundwasser und umgebende Trinkwasserfl\u00fcsse.<\/p>\n

Nicht nur in den Produktionsl\u00e4ndern findet man zahlreiche Kritikpunkte. So wurde das Unternehmen beispielsweise im Jahr 2003 wegen Rassismus verklagt, da farbige Personen bei der Bewerbung benachteiligt wurden. Abercrombie & Fitch wurde au\u00dferdem kritisiert, weil fehlerhafte Kleidungsst\u00fccke verbrannt statt gespendet werden. Das Unternehmen will damit \u201eden Eindruck vermeiden, dass sich auch arme Leute diese Kleidungsst\u00fccke leisten k\u00f6nnen.\u201c<\/a> – geht\u00b4s vielleicht noch etwas oberfl\u00e4chlicher!?<\/p>\n

Letztendlich ist Abercrombie & Fitch ein blutsaugendes Textilunternehmen, wie viele andere auch. Ziel ist es, Sachen so g\u00fcnstig wie m\u00f6glich zu produzieren, um sie dann so teuer wie m\u00f6glich an naive Jugendliche zu verkaufen, die ihre Klamottensucht entweder von Mami und Papi finanziert bekommen oder ihr m\u00fchsam erspartes Taschengeld des letzten Jahres f\u00fcr ein 08\/15-Basictop ausgeben, nur weil sich auf dem Label der l\u00e4cherliche A&F Elch befindet. Abercrombie & Fitch ist meiner Meinung nach ein Modeunternehmen, welches die Oberfl\u00e4chligkeit und Ausbeutung auf die Spitze treibt. Leute, die angesichts dieser Tatsachen, noch immer regelm\u00e4\u00dfig ihr Geld f\u00fcr mittelm\u00e4\u00dfige aussehende und billig gefertigte Klamotten ausgeben, um sich dann besser zu f\u00fchlen und damit unwichtige Leute zu beeindrucken, tun mir einfach nur Leid.<\/p>\n

Dieses wunderbare Zitat aus Fight Club bringt es auf den Punkt:<\/p>\n

\u201eWe buy things we don\u2019t need, with money we don\u2019t have, to impress people we don\u2019t\u00a0like.\u201d<\/strong><\/h2>\n

Mehr zu dem Thema erfahrt ihr im Politikmagazin „kontrovers“, das vor gut einem Jahr im BR ausgestrahlt wurde, doch leider nicht mehr online verf\u00fcgbar ist.<\/p>\n

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Mehr zum Thema Produktion in Billigl\u00e4ndern:<\/strong><\/h2>\n